It’s all about money | Geld sparen mit der Sparflasche

Als Kind war ich schon immer von Sparsocken fasziniert und hatte auch regelmäßig eine in meinem Zimmer. Der Inhalt hat sich dann aber ziemlich häufig in Süßigkeiten verflüchtigt und sparen war mehr ein rudimentäres Verhalten, als dass es wirklich als Sparen hätte bezeichnet werden können.

In meiner Ausbildungszeit habe ich schon alleine gewohnt und nebenher gekellnert, gefeiert, geshoppt, nur um dann nach Jahren zu merken, dass nicht zu Sparen auch nicht glücklich macht. Die Zeit zurück drehen ist unmöglich und selbst diese sehr (geld)verschwenderische Erfahrung habe ich gebraucht, um da zu sein wo ich heute mit 31 Jahren bin. Mit 31 komme ich Anfang Oktober nach drei Wochen Urlaub aus den USA zurück und stelle fest, dass sich mein Konto dementsprechend geleert hat. Da dachte ich mir ich könnte doch ein wenig sparen – ohne Socke und Süßigkeiten.
Also griff ich zu einer 0,5 Liter Flasche mit einem großen Flaschenhals und einer ausreichend großen Öffnung für alles was kleiner als fünf Euro ist. Die ersten Münzen fielen und ich habe regelmäßig mein Kleingeldfach vom Geldbeutel entleert. Manchmal habe ich regelrecht auf Kleingeld hingearbeitet, also extra mit Schein bezahlt, um Münzen zurück zu bekommen. So nach gut drei Monaten war die Flasche dann voll (ich hatte zwischendurch aus Neugier mal was mit 126 € gezählt) und ich habe die ganzen Münzen in einem Gefrierbeutel zur Bank gebracht, ohne vorher nochmal zu zählen. Ein paar Tage später hatte ich die Summe schwarz auf weiß: 182,84 €. WHAT THE FUCK! Und das nur durch gut drei Monate Geld in eine Flasche schmeißen bei dem ich nicht mal gemerkt hatte, dass es tatsächlich fehlt (also so um die 50 € im Monat). Es ging kein monatlicher Betrag von meinem Konto auf ein Sparkonto, den ich bei meinen Fixkosten mit einbeziehen hätte müssen, ich habe es einfach nicht gemerkt wie ich sparte und durch das Einzahlen hatte ich das Geld in wenigen Tagen auf meinem Konto (die Flasche hat schon wieder die ersten Münzen drin :-)).

Besonders in meiner Studentenzeit wäre diese Sparvariante super gewesen und ich hätte mir dann mal das ein oder andere leisten können, aber wenn man nicht viel Geld hat, lernt man es ganz anders zu schätzen. Schön, dass das genau so bleiben kann, wenn man mit den Beinen im Leben steht und der Nase nicht über den Wolken hängt, sondern einfach nur überschüssige Münzen in einer Flasche sammelt und sich daran erfreuen kann wie das kleine Kind an den Süßigkeiten, die von der Sparsocke bezahlt wurden.

Wie sind Eure Erfahrungen bezüglich sparen? Hattet ihr auch eine Sparsocke oder ein Sparschwein?