Füße zu groß oder Schuhe zu klein?: Wenn der Blog nicht mehr passt | PLUS: Lösungsvorschläge

Es kneift mich wie ein falsch geschnittenes Kleid, dessen Nähte sich unangenehm in meine Haut graben. Der Stoff kratzt. Es fällt nicht schön. Es passt einfach nicht. Zu dem Kleid trage ich Schuhe, die etwas zu klein ausfallen oder sind etwa meine Füße gewachsen?

Seit einem dreiviertel Jahr überlege ich schon was mich an meinem Blog stört. Alles fing mit der Reise in die USA an. Davor und besonders kurz danach hatte ich das Gefühl, dass der Blog nicht mehr zu mir passt und habe es mit einer Namensänderung versucht. Etwas vergeblich, aber hätte ja funktionieren können. Grundproblematik: Mein Interessenspektrum ist einfach zu groß!

Nun, ein halbes Jahr nach der Namensänderung, hat sich in meinem Kopf ein neues Konzept entwickelt. Es ist in aller Ruhe gewachsen, hat Hand und Fuß, einen roten Faden und liegt mir sehr am Herzen. Es ist ein umfangreiches Projekt, das sich gut ausbauen lässt und mir schon jetzt im Aufbau unheimlich Freude macht. Hauptthemen sind: Natur, Nachhaltigkeit und Fotografie. Wenn der Blog online geht, gebe ich natürlich Bescheid und würde mich freuen Dich bei meinem Herzensprojekt wiederzusehen 🙂
Je nach Lust und Laune veröffentliche ich sporadisch auch hier eventuell noch Artikel.

Da Du dir natürlich aus diesem Artikel auch noch was mitnehmen solltest, anbei ein kleiner Fragenkatalog mit Lösungsvorschlägen, wenn Du auch das Gefühl hast, dass Dein Blog nicht mehr zu Dir passt:

  1. BLOGTHEMA
    Hast Du das Gefühl, dass Dein Blogthema nicht mehr zu Dir passt? Lösungsvorschlag: Erstelle neue Kategorien (Archiviere was Dir nicht mehr passt: Kategorie Archiv, Ablage, Alte Artikel) oder erstelle einen neuen Blog (wenn Du alles anders machen möchtest).
  2. BLOGNAME
    Du hast Dir zu Beginn einen Namen ausgesucht, der nicht mehr zu Dir oder Deinem Blog passt?
    Lösungsvorschlag: Bei WordPress kannst Du einfach den Namen ändern. Wie das geht findest Du hier. Falls Du bei der Namensfindung Schwierigkeiten hast, überlege was der Blog transportieren soll und mache ein Brainstorming. Ergänzend kannst Du auch Artikel zu dem Thema finden (z.B. Blogkiste). Eine gute Grundüberlegung ist: Ist der Blog eher persönlich oder unterhaltend/informativ? Persönlich: Binde Deinen Namen mit ein. Unterhaltend/informativ: Finde eine kurze, knackige Umschreibung/Assoziation.
  3. BLOGARTIKEL
    Dir fällt es aktuell schwer Artikel zu schreiben?
    Lösungsvorschlag: Überlege was der Grund sein könnte. Vielleicht brauchst Du nur eine Blogpause oder etwas Inspiration von außen. Unterhalte Dich mit anderen Bloggern oder besuche andere Blogs und lass Dich inspirieren.
  4. BLOGLOOK
    Dir gefällt der Look Deines Blogs nicht mehr oder Du möchtest ein anderes Design ausprobieren?
    Lösungsvorschlag: WordPress bietet sehr viele (auch kostenfreie) Themes, die Du ausprobieren und schließlich aktivieren kannst. Zuvor solltest Du von Deinem Blog ein Backup erstellen, dass Du keine Daten verlierst (bei WordPress: Verwalten > Daten exportieren). Merke: Bei einem Themewechsel stehen dir erst nach der Aktivierung alle Funktionen des Themes zur Verfügung.
  5. BLOGINHALT
    Du hast frisch angefangen zu bloggen, weißt noch nicht so richtig in welche Richtung es gehen soll und Du fühlst Dich etwas planlos?
    Lösungsvorschlag: Blättere durch Deine Artikel und schaue welche Artikel thematisch zusammenpassen. Kategorien sind an dieser Stelle das A und O. Falls Du Schwierigkeiten hast Kategorien zu finden, halte sie allgemein (z.B. für alles rund ums Basteln und Handwerken: handgemacht, Wolle & Papier, verbastelt, (mit) Kleber und Nadel). Auch ist es möglich ganz allgemeine Oberkategorien zu erstellen und das Thema in weitere Kategorien aufzuschlüsseln (z.B. Oberkategorie: bewusst leben, Unterkategorien: Ernährung, Fit im Alltag, Yoga für Anfänger, Achtsamkeit im Job,…).
  6. BLOGLOGO
    Dein Bloglogo findest Du mittlerweile doof?
    Lösungsvorschlag: Versuche die Schrift zu ändern oder füge ein kleines Icon (kleines Symbol, dass thematisch zu Deinem Blognamen passt) hinzu. Manchmal kann auch schon der Wechsel von Klein- auf Großschreibung bei Deinem Blognamen genügen. Bei großen Blogs (viele Follower, mit Kooperation,…) ist es wie bei Unternehmen: Durch den Logowechsel sollte die Wiedererkennung gegeben sein, also keine zu großen Veränderungen am Logodesign. Falls das nicht möglich ist, plane einen kompletten Relaunch mit neuem Look (siehe BLOGLOOK) und hoffe, dass das neue Design gut angenommen wird. Große Designänderungen stellen immer ein Risiko dar, aber Du solltest Dich auch mit Deinem Blog wohlfühlen.

Nun verabschiede ich mich erst mal auf unbestimmte Zeit und wünsche Dir von Herzen ganz viel Freude beim Bloggen und Blogs lesen. Falls Du Fragen hast, kannst Du dich jederzeit über das Kontaktformular bei mir melden. Ich helfe Dir gerne weiter.

Alles Liebe und bleib gespannt auf meinen neuen Blog ♥ Caro

Mein Jakobsweg: Ohne Worte, mit Fakten und gelben Pfeilen | Camino de Santiago portugues

Mir fehlen die Worte. Zum ersten Mal fällt es mir unglaublich schwer einen Blogartikel zu schreiben. Egal wie ich anfange oder was ich schreibe, kommt es nicht dem nahe was ich in den 10 Tagen auf dem Jakobsweg erlebt habe. Schreibe ich über das Übergewicht auf meinem Rücken (11-12 kg statt vorbildliche 10% meines Körpergewichts) und die doofe Hornhaut, die ich am Ende von Tag drei endlich entfernen konnte, oder versuche ich meine Gedanken eher philosophisch zu sortieren? Soll ich über die unglaublichen Etappen von über 30 km in brütender Hitze auf kochendem Asphalt bei 30 Grad berichten oder von diesem einen unglaublichen Moment erzählen, den ich nach ein paar Tagen auf der Straße mitten in einem Dorf hatte? Vielleicht wäre aber auch die Ankunft in der ersten überfüllten Herberge spannend, bei der ich hinter der Rezeption auf Decken neben dem Staubsauger geschlafen habe? Wie ich es auch schreibe, fühlen sich all die Gedanken, Wege und Eindrücke zu mächtig an, um sie in einen Artikel zu packen.

Vielleicht reichen zunächst ein paar Fakten.

Reise: Camino de Santiago portugues
Grund für die Reise: nicht definiert
Weg: Porto – Santiago de Compostela
Route: Küstenweg bis Vila do Conde (1 Tag), dann der traditionelle Weg
Distanz: Reiseführer: ca. 254 km, Runtastic: 284,74 km
Wanderzeit: 9,5 Tage
km / Tag (Reiseführer): 26,74 km / Tag
Rucksack / Gewicht: 55+10 l / 11-12 kg
Schwachstellen: Rucksack, Hornhaut an den Füßen, leichte Panik nicht rechtzeitig für den Rückflug in Santiago de Compostela zu sein
Wichtige Erkenntnisse: min. 2
Orientierung: Reiseführer, gelbe Pfeile, hilfsbereite Einwohner, km-Steine, Jakobsmuschel
Liebe Menschen: unheimlich viele

Detaillierte Route / km
Tag 1: Porto – Vila do Conde / 33,0 km
Tag 2: Vila do Conde – Barcelinhos / 30,1 km
Tag 3: Barcelinhos – Ponte de Lima / 33,5 km
Tag 4: Ponte de Lima – Pacos / ca. 25 km
Tag 5: Pacos – O Porrino / 28,9
Tag 6: O Porrino – Arcade / 21,9 km
Tag 7: Arcade – Portela / 22,8 km
Tag 8: Portela – O Pino / 21,4 km
Tag 9: O Pino – Kloster Herbon – Teo / 23,3 km
Tag 10: Teo – Santiago de Compostela / 14,1 km

Fazit
Trotz Vorbereitungen habe ich mit vielem nicht gerechnet. Trotz der Erfahrungen, die ich gemacht habe, weiß ich, dass jedwede schriftliche Niederlegung in einem Blogartikel nicht das wiederspiegeln kann, was in diesen knapp zehn Tagen passiert ist. Trotz der vielen Artikel, die Menschen zu ihrem Jakobsweg verfassen (meist leider etwas eintönige Tag-für-Tag-Beschreibungen), ist meine Meinung, um sich einen Eindruck von dieser Pilgerreise zu verschaffen, genau eine:

Lauf den Weg selber!

Kein Beitrag, keine noch so detaillierte Aufschlüsselung noch so kleinster Gedankenwege, keine Bücher und auch keine philosophischen Zitate können Dir annähernd das geben was Dir dieser Weg geben kann, wenn Du es zulässt. Meine Fragen und Gedanken, die ich mir im Allgemeinen davor gemacht hatte, konnte ich mir auf dem Weg zu ca. 92,834 % beantworten.

Ob ich noch einen weiteren Artikel zum Jakobsweg verfasse oder einfach nur diese Fakten stehen lasse, entscheide ich noch und lasse Dich mit einem vorerst abschließenden Zitat, einer Buchempfehlung und visuellen Eindrücken alleine:

Traue keinem Gedanken, der im Sitzen kommt.

Friedrich Nietzsche

Buch
Albert Kitzler: Vom Glück des Wanderns – eine philosophische Wegbegleitung

Bom Caminho!

Let’s talk about… Wachsen

Bei dieser Art wachsen, geht es nicht um die Methode an Beinen oder anderen Körperstellen Haare zu entfernen. Es geht um ein wenig mehr. Wachsen eben.

Ich wachse gefühlt gerade…

  • aus meinen Schuhen
  • aus meinen Gedanken
  • aus meinem Leben
  • aus meinem Blog
  • eben aus allem

Und wo wachse ich rein?
Ich habe absolut keine Ahnung und stelle mir gerade folgende Fragen:

Was möchte ich erreichen und wie? Wo stehe ich und fühle ich mich dort wohl? Wo liegen meine Stärken und wie kann ich sie ausbauen? Was möchte ich verändern? Was schmeckt mir in meinem Leben nicht und was ganz besonders?

Bezogen auf den Blog ergeben sich weitere Fragen:

Passt das Konzept und der Name noch zu mir? Was bewegt mich so sehr, dass ich darüber schreiben möchte? Welchen Mehrwert kann ich durch das Schreiben für mich und meine Umwelt erbringen? Ist es Zeit etwas Neues/Größeres zu beginnen?

So viele Fragen und bisher keine Antworten.

Und was ist Wachsen nun?

Als Kind waren es die drei Zentimeter Körpergröße mehr. Als Erwachsener ist Wachsen nicht mehr ganz so selbstverständlich. Wachsen ist dann eher mit Anstrengung und der Suche nach neuen Möglichkeiten der Selbstentfaltung und – verwirklichung verbunden. Diese können unterschiedliche Formen annehmen. Manche Menschen entscheiden sich für Familie und Kinder, andere für die Selbstständigkeit, wieder andere dafür Hobbies auszubauen und zu leben. Die Formen können sich natürlich auch überschneiden. Allen inbegriffen kann das Wachsen auch die Persönlichkeit betreffen. Was gefällt mir an mir nicht? Was möchte ich an mir stärken/was ablegen? Wohin möchte ich mich persönlich entwickeln?

Hast Du dich auch schon mal mit Wachsen beschäftigt? Wie hast Du das für Dich erlebt?

Foto: caropunktdesign.com

Von Vielleichts und einem Eis am Boden…

Manchmal habe ich das Gefühl alles falsch gemacht, mich falsch entschieden, alles falsch angefangen zu haben. Und dann ist es Sonntag, die Sonne scheint, und ich möchte einfach nur raus. Entspannen, Rad fahren, irgendwo gemütlich sitzen, zeichnen, Eis essen und den langsam beginnenden Sommer, die ersten warmen Tage, genießen. Dann geht das Gefühl weg.

Was davon bleibt?

Nichts.
Nur die Gewissheit, dass das Gefühl manchmal etwas falsch gemacht, falsch entschieden oder falsch angefangen zu haben nur reflektiert so scheint. Es wird schließlich von der Gewissheit eingeholt, dass ich ohne all diese vermeintlichen Fehler, angeblich falschen Entscheidungen und die scheinbar falschen Anfänge, vielleicht nicht dort wäre wo ich heute stehe.
Ich vielleicht nicht sonntags bei Sonnenschein und mit einem Lächeln im Gesicht auf mein Rad steigen würde um irgendwo Freunde zu treffen. Ich vielleicht nicht in einem, auf dem Gehsteig liegenden, Eis ein Fotomotiv sehen würde (das mich zu diesem Artikel inspiriert hat). Ich vielleicht nicht der Mensch wäre, der ich heute bin, mit einem leckeren Soja-Vanille-Eis in der Hand, das glücklicherweise nicht auf der Straße gelandet ist. Ich vielleicht nicht alles richtig gemacht habe, aber aus allem Falschen das möglichst Beste und damit vielleicht genau das Richtige.

Vielleicht.

Der Natur so nah… auf Knien | Fotografie

Sonntag. Der Blick auf die Uhr neben meinem Bett lässt mich wissen, dass der Tag im Grunde schon halb vorbei ist. Zum Teufel mit der Uhrzeit. Es ist Sonntag. Kaffee und Kamera machen den Rest.

Ich habe lange nach einem Ort gesucht an dem ich vollkommen zur Ruhe komme und mich nichts, rein gar nichts, aus dieser wieder rausreißen kann. So bin ich in der Natur gelandet – ohne Yogamatte unter dem Arm, ohne Meditation und halbem Lotussitz (ganz bekomme ich ihn nicht hin). Nur die Kamera und der Wald.

Auch wenn sich sonntags in dem Wald um die Ecke Menschen tümmeln. Sie nutzen den Sonntag für einen Spaziergang, Familienausflüge oder die große Runde mit dem Hund und die Ruhe mit dem Vogelgezwitscher wird durch menschliche Geräusche wie die Räder eines Fahrrads auf dem noch feuchten Waldboden, Kindergeschrei oder angeregte Gespräche durchbrochen. Trotz alle dem bin ich die Ruhe selbst und lasse mich von den Pfützen am Boden inspirieren, wofür ich auch mal auf die Knie gehe um das Bild so hinzubekommen wie ich es mir vorstelle.

Was mich an den Pfützen genau inspiriert und fasziniert hat?

Wenn man den Kontext weglässt entsteht ein vollkommen neuer Eindruck und eine ganz andere Perspektive auf die Natur, fast wie ein verkehrtes Gemälde, bei dem die Farben am Rand den Inhalt gekonnt einrahmen oder unruhige Stellen im Wasser das sonst klare Bild wie ein Stilmittel durchbrechen.
Die Natur ist da, sie ist nah, fast greifbar und doch nur eine Spiegelung dessen was sich tatsächlich um uns herum befindet.

Fährt jetzt jemand mit dem Fahrrad durch die Pfütze ist das Bild verschwommen, fast komplett verschwunden ähnlich wie die Zeit an einem schönen, sonnigen Sonntag.

Der Weg: Vorbereitung und Gedanken zum Camino Portugues | Tipps für Wanderanfänger

Die Füße sind weich von der Hirschtalgcreme, die Druckstellen an den Fersen sind mittlerweile ein dauerhafter Bestandteil meines Fußes. Es gibt keine Blasen mehr, aber eben kleine Druckstellen. Für den möglichen Regenschauer ist eine geliehene Regenhose vorgesehen. Der Regenponcho ist im Rucksack. Es scheint als wären alle Vorbereitungen getroffen. Trockene Kleidung. Weiche Füße. Keine Blasen. Einen Moment lang denke ich, dass ich an alles gedacht habe, was auf dieser Wanderung von Belang sein könnte. Einen Moment wiege ich mich in Sicherheit. Einen Moment. Nichts von den hilfreichen Vorbereitungen kann mich aber auf das vorbereiten was mich erwarten könnte. Kein Tape oder Schmerzgel und auch keine Regenhose kann mich davor bewahren was beim Gehen an die Oberfläche gelangen könnte. Auf dem Weg: dem Camino Portugues. Beim Gehen. Vollkommen bei mir. All das was kommen könnte wartet auf den unachtsamen Moment, in dem ich alles ablege, was mich scheinbar und vielleicht schützt. Nichts kann mich in dem Moment (be)schützen, auch keine Regenhose oder die wochenlange Vorbereitung auf diese lange Wanderung. Ob ich das möchte oder nicht.
Aber eines ist klar: Ich kann nicht darüber hinweg gehen.
Mit einer Hand fahre ich an den weichen Sohlen meiner Füße entlang, während mich das Gefühl überkommt, dass ich alles andere als vorbereitet bin – trotz Regenhose, trotz wochenlangem Laufen in den Wanderschuhen, trotz der Fußcreme und dem Tape in der Tasche.

Das sind die Momente, in denen ich merke, dass alle Vorbereitung nur verhindern kann, dass ich Blasen bekomme und durchnässt von einer Station zur anderen gelange. Was sonst auf mich wartet, weiß ich nicht und das macht es so unheimlich spannend, dass ich schon wieder Vorfreude empfinde – egal was passieren mag.

Anbei ein paar persönliche Tipps für alle Wanderbegeisterten

  1. Wanderschuhe
    Vorüberlegungen: Welche Jahreszeit? Wasserdicht oder aus Leder? Welcher Untergrund beim Wandern? Lass Dich hierzu im Laden beraten und probiere unterschiedliche Modelle an. Laufe ein wenig in Deinen Favoriten. Manche Läden haben hierfür extra Brücken oder steinige Untergründe zum Testen. Fragen, die Du dir stellen kannst: Welcher fühlt sich auf Anhieb gut am Fuß an? Welcher drückt schon nach ein paar Minuten? Nicht jeder Fuß ist gleich, sodass Du auch für Deinen das passende Paar finden darfst.
  2. Laufen
    Laufe Deine Wanderschuhe Stück für Stück und mit immer längeren Touren ein: Zu Hause, auf dem Weg ins Büro, beim Spazierengehen mit einer Freundin, Halbtagestour. Wenn Du deine Schuhe bei der ersten Wanderung über eine längere Strecke trägst, können Blasen auftreten. Zeit und Geduld hilft da, genauso wie die möglichen Problemstellen schon vorher oder bei der ersten leicht schmerzenden Druckstelle mit Tape abzukleben. Ich hatte selbst nach jeder Tour am Anfang Blasen an den Füßen und war kurz davor die Schuhe zu wechseln. Es hat schließlich aufgehört und nun sind es maximal Druckstellen. Hier ist aber jeder Schuh und Fall unterschiedlich.
  3. Hirschtalgcreme
    Die Creme macht die Füße geschmeidig und weniger anfällig für Blasen. Mit dem Eincremen kannst Du schon einige Wochen vorher anfangen. Ein Mal täglich, am besten vor dem Laufen, reicht.
  4. Ausrüstung
    Überlege Dir genau was Du in Deinen Wanderrucksack einpackst. Zu viel Gepäck ist auf Dauer schmerzhaft. Ca. 10% Deines Körpergewichtes sollten in den Rucksack inklusive Wasser (1-3 Liter je nach Länge des Wanderwegs).
  5. Rucksack
    Probiere unterschiedliche Rucksäcke an und lass Deinen Körper bzw. Rücken entscheiden welcher am besten passt. Gehe ein paar Runden im Laden und lass Dich beim Einstellen des Rucksacks beraten. Von Onlinekäufen würde ich persönlich wie bei Wanderschuhen abraten.
  6. Google
    Was Du nicht weißt und was Du auch hier bei den Tipps finden kannst, google. Es gibt viele Blogs, Magazine oder auch Outdoor Onlineshops, die tolle Tipps zum Thema Wandern, Blasen, Routen, Wanderschuhe, Ausrüstung & Co. haben:
    hillwalktours
    trekkinglife
    wander-pfade

Auf das was Du nicht vorbereitet bist und auch nicht vorbereitet sein kannst, ist das was bei der Wanderung, beim Gehen alleine weit weg von zu Hause, passiert. Dazu mehr in einem folgenden Blogartikel mit Gedanken, Fragen und höchstwahrscheinlich ohne Antworten.

Herzlich ♥ Caro

Foto: Naturreservat Divoka Sarka, Prag, Tschechien

Die Kunst des Bloggens: 7 Tipps zum Thema Bloggen

Manchmal habe ich ein Thema im Kopf, manchmal sprühe ich vor Kreativität und Ideen, manchmal ist mein Bloggerhirn aus und es ist einfach still – so wie jetzt. Die Gedanken zum neuen Beitrag kreisen zwar als Fetzen in meinem Kopf herum und ich weiß genau wie der Beitrag werden soll oder zumindest was ich damit transportieren oder welche Gedanken ich darin verpacken möchte, aber ich schaffe es nicht den Artikel zu schreiben. Es herrscht gähnende Leere in meinem Bloggerkopf und ich sehne mich geradezu nach dieser Ruhe, den seltenen Momenten in denen ich mal nicht über den nächsten Artikel nachdenke. So sehr ich das Bloggen liebe, weil es ein großartiger und bereichernder Bestandteil meines Lebens geworden ist, den ich nicht mehr missen möchte, so sehr wünsche ich mir manchmal, dass ich nicht jede kleinste Inspiration, Idee oder jeden Gedanken mental in einen Blogartikel umwandle. Zeitweise käme dabei absoluter Mist raus, ab und an braucht ein Thema Zeit um zu reifen und des öfteren verwerfe ich Ideen, wenn ich nicht wirklich weiter komme. Doch wie schaffe ich es Wichtiges von Unwichtigem zu trennen um meinen Anspruch zu erfüllen? Den Anspruch, dass der Blogartikel in irgendeiner Weise Substanz hat, Mehrwert bietet oder zumindest wortgewandt, provokant, inspirierend und/oder eine angenehme (manchmal geradezu therapeutische) Nebenwirkung hat. Ein Patentrezept dafür gibt es wohl kaum. Aber einige Grundgedanken oder Fragen helfen mir (und vielleicht auch Dir), dass ich nicht aus jeder kleinsten Mücke ein ausschweifendes, wortgewaltiges Orchester von Sätzen produziere, die am Ende keine Melodie ergeben. Meine Gedanken dazu habe ich Dir (vorerst) in sieben Tipps zum Thema Bloggen zusammen gefasst.

Eine kleine Anleitung für Blogartikel

  1. THEMA: Du hast ein Thema das Dich beschäftigt? Schreibe darüber und reichere es mit Beispielen, interessanten Situationen oder ursprünglichen (Grund)Gedanken an. Berufe Dich hierbei ggf. auf andere Artikel, eigene Erlebnisse oder eigene Recherchen.
  2. PROBLEME MIT LÖSUNG: Du hast etwas auf dem Herzen? Versuche Empathie herzustellen und zeige eigene Lösungswege auf. Wo ein Problem ist gibt es auch meist eine Lösung.
  3. ROTER FADEN: Du denkst Dein Thema ist eventuell etwas sinnfrei und ohne wirklichen roten Faden? Finde eine passende Analogie oder eine komische Situation, die das Thema in eine runde Sache verwandelt.
  4. UNWOHLSEIN BEIM SCHREIBEN: Du hast Angst über ein für Dich wichtiges Thema zu schreiben oder fühlst Dich beim Schreiben des Artikels unwohl? Lass es oder lass es zumindest eine Weile liegen. Dann bist Du noch nicht soweit das Thema aufzugreifen oder die Gedanken dazu müssen noch etwas reifen.
  5. EINSTIEG: Du findest ein supertolles Thema und bist mehr als motiviert einen Artikel zu verfassen aber findest keinen passenden Anfang? Schreibe es genau so. Absolute Ahnungslosigkeit wie Du mit dem Artikel zu Thema XY beginnen sollst ist besser als die gezwungen schön klingende Worte aus dem Allerwertestes zu ziehen, die sich dann genau so anhören als hättest Du sie daher.
  6. VIELE IDEEN: Du weißt vor lauter tollen Ideen oder Themen gar nicht mehr wo Dir der Kopf steht? Mach Dir eine Liste mit Deinen Ideen und schreibe darüber wie Dir danach ist.
  7. EINFACH SCHREIBEN: Dir geht es wie mir gerade und Du merkst dass Dein Artikel noch Zeit braucht um zu reifen, Du möchtest aber dennoch etwas schreiben, weil Du Lust dazu hast? Krame ein Thema aus Deinem übergroßen Topf mit Ideen und beginne einen Artikel darüber zu schreiben.

Sieben Tipps und ich bin noch lange nicht am Ende. Mal sehen wann der nächste Artikel zum Thema Bloggen einen Weg auf meinen Blog findet 🙂 Was noch alles wichtig sein könnte, findest Du bei diesen Tipps rund ums Bloggen.

Du hast Fragen oder möchtest generell etwas über das Bloggen wissen?
Schreibe mir – ich helfe gerne weiter!

Herzlichst ♥ Caro

Ein freier Tag: Von großen Hüten und Pusteblumen | Fotografie

Ein freier Tag. Ein Tag voller Möglichkeiten. Für viele Menschen eine angenehme Abwechslung zum Alltag. Ein Stück Freiheit fernab von allem. Freiheit alles unternehmen zu können: Ausschlafen, sich vom Bett auf die Couch begeben, Filme schauen, in die Therme oder spazieren gehen, zur Ruhe kommen, entspannen, die Seele baumeln lassen, schlemmen und den Tag genießen. Es ist ein freier Tag. Ohne Verpflichtungen. Ohne Ziel. Ohne Zeit.

Für mich ist ein freier Tag mehr als das. Ich würde jeden freien Tag, wie auch schon fast alle Tage unter der Woche, gerne in persönlich kompatible Aktivitätseinheiten (Zeiteinheiten funktionieren nicht) einteilen und diese gerne unter einen Hut bringen. Aber bitte einen ganz großen, mit breiter Krempe unter der sich Falten bilden können für noch mehr Luft für all das was am Rande angedacht dann doch noch Platz findet. Dieser Hut passt auf keinen Kopf und würde beim ersten Windstoß weggeblasen. Mit Leichtigkeit. Ohne Mühe. Ohne eine Möglichkeit ihn festzuhalten.

Wenn der Hut etwas kleiner ausfällt, sind Entscheidungen relevant. Am besten Bauchentscheidungen mit einer Brise Fragen: Was habe ich länger nicht gemacht? Scheint die Sonne? Ist mir nach daheim im Bett kuscheln oder Rausgehen? Wo ist die Kamera? Ist der Akku geladen? Speicherkarte! Und dann gehen. Gehen ist immer eine gute Entscheidung, auch am ersten Mai, wenn alle Menschen das Spazieren gehen plötzlich wieder für sich zu entdecken scheinen. Auch dann ist Gehen eine Option. Mit Kamera. Ohne Ziel. Ohne Zeit. Ohne ein Motiv im Kopf, was unbedingt fotografiert werden muss. Der Weg. Die Natur. Die Pusteblumen. Auch die, bei denen ein paar von den Samen fehlen. Es sind trotzdem Pusteblumen.

Das ist der Moment. Alles andere ist in diesem Augenblick ganz klein und passt unter einen Fingerhut. Einen ganz kleinen. Alles was zählt ist der Gedanke zu der Pusteblume mit fehlenden Samen, die in ihrer Unvollkommenheit so vollkommen scheint. Im Nachhinein, so vollkommen wie der freie Tag.

Kolumne: Let’s talk about… Gepäck

Gepäck für Prag
1 kleiner Rucksack
1 kleine Tasche

Gepäck, das vollkommen ausreicht für einen 3-tägigen Städtetrip und im Grunde auch im Leben. Wie viel kann ein Mensch tragen ohne das Gleichgewicht zu verlieren oder unter dem Haufen an Dingen zu ersticken? Oder ohne sich zu fragen, ob es vielleicht an der Zeit wäre Ballast abzuwerfen – sei es materiell, emotional oder mental?

Schon im Bus nach Prag merke ich, dass ich in allen Fällen die richtige Entscheidung getroffen habe und reflektiere 11 Jahre zurück zu einer Zeit in der ich mir tatsächlich Gedanken über unterschiedliche Accessoires gemacht habe, die ich im Urlaub zu dem einen oder anderen Outfit tragen kann.

Teneriffa 2008 – 14 Tage
Die Accessoires sind in einem extra Täschchen, das Make-Up in einem anderen und die Hygieneartikel kommen in den Kulturbeutel (zumindest so viele wie rein passen). Nun sind mindestens schon 15% des Koffers mit Dingen belegt, die vielleicht nur zu 20% genutzt werden. Tops, T-Shirts, Kleider, Hosen, Bikinis (mindestens 3), Schuhe (und davon mindestens fünf Paar), Unterwäsche, Socken, zwei Handtücher. Beim Schließen des Koffers knie ich mich auf den Deckel und bekomme ihn mit aller Kraft auch endlich zu. Kurz vor Abflug: Hätte ich doch noch diese Ohrringe oder dieses Oberteil mit eingepackt. Der übervolle Koffer ist mittlerweile im Frachtraum und ich ärgere mich, dass ich nicht vorher daran gedacht habe. Am Ende des Urlaubs hatte ich maximal 60% des Inhalts benutzt oder getragen. Die restlichen 40% waren unnötiger Ballast und vollkommen überflüssig.

Prag 2019 – 3 Tage
Ob ich die Kamera mitnehmen soll? Die Handykamera reicht sicher. Zwei T-Shirts, Schlafsachen, ein Pulli, ein Paar Sommerschuhe, etwas Unterwäsche und Wandersocken. Mascara? Mal für den Fall der Fälle. Die kommt zur Zahnbürste in ein kleines Täschchen in dem sich auch Shampoo & Co. befinden. Noch kurz die Tickets in die Tasche mit Geldbeutel und Handy. Fertig!

11 Jahre und ein himmelweiter Unterschied. Von Konsum und noch mehr Gepäck zu Minimalismus und Freiheit. Freiheit, die sich nicht nur im kleinen Gepäck widerzuspiegeln scheint, sondern auch im Leben. Hier und da blitzt etwas Ballast auf, kommt zum Vorschein, dringt durch mich durch und wird wieder in eine Schublade aus Luft gepackt, in der sich all das Gerümpel befindet, welches mittlerweile nicht mehr viel Gewicht hat. Mir zu überlegen, welches Gewicht mich ausbremst oder eher voran bringt, hat mir dabei geholfen mein Paket auf dem Rücken zu verkleinern und leichter zu machen. Nicht nur für Urlaube, sondern auch im täglichen Leben.

Wie es geht weniger Gepäck zu tragen?

Eine kleine Anleitung
1) Überlege was Du brauchst und was nicht. Was ist funktional und was ist Schnick-Schnack? Was bremst Dich beim (Weiter)Gehen?
2) Was Du nicht brauchst legst Du beiseite oder in eine metaphorische Schublade. Es ist immer noch da, aber nicht mehr auf Deinen Schultern.
3) Gehe und erlebe wie sich das Laufen mit Deinem Gepäck anfühlt? Besser? Leichter? Vermisst Du etwas?


Prag Teil I: Kurz vor sieben oder die Altstädter Astronomische Uhr

Drei Tage. 72 Stunden. Stunden, Minuten, Sekunden, die verfliegen und sich an die Zeiger hängen, sie hetzen, treiben und bewegen. Weiter bewegen. Ohne Stillstand oder Rücksicht.

Seit ich die groben Reisevorbereitungen getroffen hatte (Busfahrt und Übernachtung), fehlte nur noch eines: ein Reiseführer über Prag. Schon bei der enormen Auswahl weiche ich gefühlt einen Schritt zurück. Was möchte ich in den drei Tagen sehen? Was erleben? Was an Eindrücken mitnehmen? Das Blättern durch die einzelnen Reiseführer macht mich unsicher. Reicht die Zeit, um all das zu sehen? Welche Tour ist wohl die Beste? Und was darf ich auf keinen Fall verpassen?

HALT! STOPP! So war das nicht gedacht!!!

Ging es mir nicht um den Moment, die Atmosphäre, die Spontaneität? Sich vorher Touren zu überlegen und Pläne zu schmieden sollte nicht Bestandteil dieser Reise werden. Schließlich entscheide ich mich für einen Reiseführer, bei dem mich das Cover anspricht, reisefuehrer_prag_dumontund packe ihn dann auch tatsächlich erst bei der Hinfahrt nach Prag aus um ihn 10 Minuten später wieder in der Tasche verschwinden zu lassen. Die Touren, Sehenswürdigkeiten und unzähligen Möglichkeiten wie ich die Tage in Prag verbringen könnte erschlagen mich. Mit den Ohrstöpseln und einer Playlist sinke ich in den Sitz zurück und befreie mich von dem Gefühl, dass ich nicht genug Zeit haben könnte.

Prag: 21.04.2019, kurz vor 19 Uhr
Menschen. Überall Menschen. Ich hätte mir wohl kein besseres Wochenende als das an Ostern aussuchen können. Gerädert von einer sehr laufintensiven Tour, stehe ich an der Südmauer des Altstädter Rathauses in einer Traube von Menschen, die auf eine Uhr starren, Smartphones und Kameras über ihren Köpfen halten und in eine Richtung blicken: auf die Altstädter Astronomische Uhr. Eine Frau vor mir fragt ihren Begleiter auf Englisch: „What happens?“. Da ich selbst keine Ahnung habe, zücke ich mein Handy und google. Aha. Das passiert also. 18.56 Uhr. Mit ca. 150-200 Menschen, von denen mindestens 80 % ihr Smartphone in die Höhe halten,  stehe ich vor der Uhr und warte, natürlich auch mit dem Smartphone auf die Uhr gerichtet. Mehr zufällig als geplant, kurz vor sieben.

Die Menschenansammlung löst sich nach diesem einmaligen Erlebnis auf. Ich gehe in das nächste kleine Gässchen, planlos, zeitlos und mit der Gewissheit, dass die Zeit nur ein Konstrukt ist. Ein Konstrukt, das mit gelassener Ignoranz nicht zum Gegner, sondern zum unsichtbaren Gefährten werden kann.

Was ich auf meinem planlosen Städtetrip noch erlebt habe und wie ich zufällig in die Prague Design Week gestolpert bin, könnt ihr in den nächsten Blogartikeln über das wunderschöne & inspirierende Prag lesen 🙂

Herzlichst ♥ Caro

Enthält unbezahlte Webung.

Bloggen: Von dem perfekten Einstieg in einen Blogbeitrag, einer Angststörung und Shakshuka

Nicht selten denke ich nachdem ich einen Blogbeitrag veröffentlicht habe: Oh man, das wäre ein perfekter Einstieg in das Thema gewesen ODER Wenn ich doch nur so angefangen hätte. Hätte. Ein doofer Konjunktiv, der nur die Selbstkritik zum Vorschein bringt, die ich wohl ständig mit mir herum trage wie ein leidiges Accessoire, das zu meiner Jeans passt. Bei Blogartikel-Titeln ist es ähnlich. Ich schreibe aus dem Bauch raus und werfe dann scheinbar passende Fetzen oben drüber und im Nachhinein wären andere Fetzen viel geeigneter gewesen. Im Normalfall ärgert mich das nur kurz und ich sage mir: Das nächste Mal mache ich es besser. Beim Thema Angst bzw. Angststörung habe ich gefühlt Titel und Einstieg verkackt. Der Begriff Angststörung hätte mindestens im Titel auftauchen müssen und nach der Veröffentlichung ist mir eine Situation eingefallen, die damals unheimlich einschneidend war und ziemlich passend für den Anfang gewesen wäre:

Sie sitzt mit einer guten Freundin draußen bei einem Bäcker in der Innenstadt. Der Hunger in ihrer Magengrube lässt sie an die reich bestückte Theke fünf Meter entfernt denken. Sie sitzt da. Wie gelähmt. Die einzigen Worte, die sie in diesem Moment hervorbringt: Ich habe Angst mir eine Brezel zu kaufen. Was sie in diesem Moment noch nicht weiß ist, dass sie an einer Angststörung leidet.

Der andere Einstieg zum Thema Angst und Angststörung war auch gut und wurde genau auf diese Weise erlebt, aber die Situation beim Bäcker hätte diese Art der Störung wohl noch ein wenig besser getroffen, insbesondere weil diese Situation für normale Menschen nicht nachvollziehbar ist. Für mich heute auch nicht mehr. Damals vor gut drei Jahren war das mein Lebensalltag. Heute sieht er anders aus. Wie ich nun den Bogen zu Shakshuka schlage? Schwierig, aber ich versuche es mal mit einem guten Einstieg in einen Blogbeitrag 😉

Als ich zum ersten Mal von dem Gericht Shakshuka gehört habe, dachte ich: Waaaaas??? Wie heißt das? Ich konnte mir den Namen nicht behalten, aber sehr wohl die Zutaten und wie es zubereitet wird. Ein Phänomen bei mir was besonders Rezepte und Essen im Allgemeinen betrifft. Beim Zuhören hatte ich schon (wieder) Hunger und konnte es kaum erwarten das endlich selbst zu kochen (so als Alternative zum meinem Salat mittags oder als Frühstück am Wochenende). Bei dem Gericht handelt es sich um eine nordafrikanische und israelische Spezialität, die besonders in Kombination mit Fladenbrot himmlisch schmecken soll. Ich habe es dann auf meine Art gekocht und auch gegessen. Da ich momentan versuche weitestgehend auf Gluten zu verzichten, gab es mein Shakshuka ohne Brot und ohne Chilischoten (scharf ist nicht so meins) pur auf den Teller und es war trotzdem himmlisch.

Zutaten
1 rote Paprika
2 Tomaten
1/2 rote Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
etwas italienische Kräuter (TK)
Salz
Olivenöl
2 Eier

Zubereitung
Zwiebeln und Knoblauch auf kleiner Stufe in einer beschichteten Pfanne und mit Olivenöl andünsten. Paprika und Tomaten klein schneiden und mit noch mehr Olivenöl anbraten. Deckel drauf und auf kleiner Stufe anbraten. An dieser Stelle immer schauen, dass genügend Flüssigkeit in der Pfanne ist. Zur Not etwas Wasser oder noch mehr Olivenöl dazugeben. Nach 10-15 Minuten mit Kräutern und Salz würzen. Nochmal etwas ziehen lassen. Zum Schluss zwei Eier darüber geben (direkt über der Pfanne aufschlagen). Im Grunde wären es pochierte Eier. Bei mir war es ein Mix aus pochierten Eiern und Spiegelei. Die Pfanne kann, nachdem die Eier durch sind, auf ein Holzbrett direkt auf den Esstisch gestellt werden. Nach Belieben entweder pur oder mit Fladenbrot genießen. Beides ist superlecker!

PS: Der rote Faden zum Thema heute? Es gibt keinen erkennbaren, aber ich hatte keine Angst die Zutaten für das Shakshuka im Supermarkt einzukaufen 🙂