Füße zu groß oder Schuhe zu klein?: Wenn der Blog nicht mehr passt | PLUS: Lösungsvorschläge

Es kneift mich wie ein falsch geschnittenes Kleid, dessen Nähte sich unangenehm in meine Haut graben. Der Stoff kratzt. Es fällt nicht schön. Es passt einfach nicht. Zu dem Kleid trage ich Schuhe, die etwas zu klein ausfallen oder sind etwa meine Füße gewachsen?

Seit einem dreiviertel Jahr überlege ich schon was mich an meinem Blog stört. Alles fing mit der Reise in die USA an. Davor und besonders kurz danach hatte ich das Gefühl, dass der Blog nicht mehr zu mir passt und habe es mit einer Namensänderung versucht. Etwas vergeblich, aber hätte ja funktionieren können. Grundproblematik: Mein Interessenspektrum ist einfach zu groß!

Nun, ein halbes Jahr nach der Namensänderung, hat sich in meinem Kopf ein neues Konzept entwickelt. Es ist in aller Ruhe gewachsen, hat Hand und Fuß, einen roten Faden und liegt mir sehr am Herzen. Es ist ein umfangreiches Projekt, das sich gut ausbauen lässt und mir schon jetzt im Aufbau unheimlich Freude macht. Hauptthemen sind: Natur, Nachhaltigkeit und Fotografie. Wenn der Blog online geht, gebe ich natürlich Bescheid und würde mich freuen Dich bei meinem Herzensprojekt wiederzusehen 🙂
Je nach Lust und Laune veröffentliche ich sporadisch auch hier eventuell noch Artikel.

Da Du dir natürlich aus diesem Artikel auch noch was mitnehmen solltest, anbei ein kleiner Fragenkatalog mit Lösungsvorschlägen, wenn Du auch das Gefühl hast, dass Dein Blog nicht mehr zu Dir passt:

  1. BLOGTHEMA
    Hast Du das Gefühl, dass Dein Blogthema nicht mehr zu Dir passt? Lösungsvorschlag: Erstelle neue Kategorien (Archiviere was Dir nicht mehr passt: Kategorie Archiv, Ablage, Alte Artikel) oder erstelle einen neuen Blog (wenn Du alles anders machen möchtest).
  2. BLOGNAME
    Du hast Dir zu Beginn einen Namen ausgesucht, der nicht mehr zu Dir oder Deinem Blog passt?
    Lösungsvorschlag: Bei WordPress kannst Du einfach den Namen ändern. Wie das geht findest Du hier. Falls Du bei der Namensfindung Schwierigkeiten hast, überlege was der Blog transportieren soll und mache ein Brainstorming. Ergänzend kannst Du auch Artikel zu dem Thema finden (z.B. Blogkiste). Eine gute Grundüberlegung ist: Ist der Blog eher persönlich oder unterhaltend/informativ? Persönlich: Binde Deinen Namen mit ein. Unterhaltend/informativ: Finde eine kurze, knackige Umschreibung/Assoziation.
  3. BLOGARTIKEL
    Dir fällt es aktuell schwer Artikel zu schreiben?
    Lösungsvorschlag: Überlege was der Grund sein könnte. Vielleicht brauchst Du nur eine Blogpause oder etwas Inspiration von außen. Unterhalte Dich mit anderen Bloggern oder besuche andere Blogs und lass Dich inspirieren.
  4. BLOGLOOK
    Dir gefällt der Look Deines Blogs nicht mehr oder Du möchtest ein anderes Design ausprobieren?
    Lösungsvorschlag: WordPress bietet sehr viele (auch kostenfreie) Themes, die Du ausprobieren und schließlich aktivieren kannst. Zuvor solltest Du von Deinem Blog ein Backup erstellen, dass Du keine Daten verlierst (bei WordPress: Verwalten > Daten exportieren). Merke: Bei einem Themewechsel stehen dir erst nach der Aktivierung alle Funktionen des Themes zur Verfügung.
  5. BLOGINHALT
    Du hast frisch angefangen zu bloggen, weißt noch nicht so richtig in welche Richtung es gehen soll und Du fühlst Dich etwas planlos?
    Lösungsvorschlag: Blättere durch Deine Artikel und schaue welche Artikel thematisch zusammenpassen. Kategorien sind an dieser Stelle das A und O. Falls Du Schwierigkeiten hast Kategorien zu finden, halte sie allgemein (z.B. für alles rund ums Basteln und Handwerken: handgemacht, Wolle & Papier, verbastelt, (mit) Kleber und Nadel). Auch ist es möglich ganz allgemeine Oberkategorien zu erstellen und das Thema in weitere Kategorien aufzuschlüsseln (z.B. Oberkategorie: bewusst leben, Unterkategorien: Ernährung, Fit im Alltag, Yoga für Anfänger, Achtsamkeit im Job,…).
  6. BLOGLOGO
    Dein Bloglogo findest Du mittlerweile doof?
    Lösungsvorschlag: Versuche die Schrift zu ändern oder füge ein kleines Icon (kleines Symbol, dass thematisch zu Deinem Blognamen passt) hinzu. Manchmal kann auch schon der Wechsel von Klein- auf Großschreibung bei Deinem Blognamen genügen. Bei großen Blogs (viele Follower, mit Kooperation,…) ist es wie bei Unternehmen: Durch den Logowechsel sollte die Wiedererkennung gegeben sein, also keine zu großen Veränderungen am Logodesign. Falls das nicht möglich ist, plane einen kompletten Relaunch mit neuem Look (siehe BLOGLOOK) und hoffe, dass das neue Design gut angenommen wird. Große Designänderungen stellen immer ein Risiko dar, aber Du solltest Dich auch mit Deinem Blog wohlfühlen.

Nun verabschiede ich mich erst mal auf unbestimmte Zeit und wünsche Dir von Herzen ganz viel Freude beim Bloggen und Blogs lesen. Falls Du Fragen hast, kannst Du dich jederzeit über das Kontaktformular bei mir melden. Ich helfe Dir gerne weiter.

Alles Liebe und bleib gespannt auf meinen neuen Blog ♥ Caro

Die Kunst des Bloggens: 7 Tipps zum Thema Bloggen

Manchmal habe ich ein Thema im Kopf, manchmal sprühe ich vor Kreativität und Ideen, manchmal ist mein Bloggerhirn aus und es ist einfach still – so wie jetzt. Die Gedanken zum neuen Beitrag kreisen zwar als Fetzen in meinem Kopf herum und ich weiß genau wie der Beitrag werden soll oder zumindest was ich damit transportieren oder welche Gedanken ich darin verpacken möchte, aber ich schaffe es nicht den Artikel zu schreiben. Es herrscht gähnende Leere in meinem Bloggerkopf und ich sehne mich geradezu nach dieser Ruhe, den seltenen Momenten in denen ich mal nicht über den nächsten Artikel nachdenke. So sehr ich das Bloggen liebe, weil es ein großartiger und bereichernder Bestandteil meines Lebens geworden ist, den ich nicht mehr missen möchte, so sehr wünsche ich mir manchmal, dass ich nicht jede kleinste Inspiration, Idee oder jeden Gedanken mental in einen Blogartikel umwandle. Zeitweise käme dabei absoluter Mist raus, ab und an braucht ein Thema Zeit um zu reifen und des öfteren verwerfe ich Ideen, wenn ich nicht wirklich weiter komme. Doch wie schaffe ich es Wichtiges von Unwichtigem zu trennen um meinen Anspruch zu erfüllen? Den Anspruch, dass der Blogartikel in irgendeiner Weise Substanz hat, Mehrwert bietet oder zumindest wortgewandt, provokant, inspirierend und/oder eine angenehme (manchmal geradezu therapeutische) Nebenwirkung hat. Ein Patentrezept dafür gibt es wohl kaum. Aber einige Grundgedanken oder Fragen helfen mir (und vielleicht auch Dir), dass ich nicht aus jeder kleinsten Mücke ein ausschweifendes, wortgewaltiges Orchester von Sätzen produziere, die am Ende keine Melodie ergeben. Meine Gedanken dazu habe ich Dir (vorerst) in sieben Tipps zum Thema Bloggen zusammen gefasst.

Eine kleine Anleitung für Blogartikel

  1. THEMA: Du hast ein Thema das Dich beschäftigt? Schreibe darüber und reichere es mit Beispielen, interessanten Situationen oder ursprünglichen (Grund)Gedanken an. Berufe Dich hierbei ggf. auf andere Artikel, eigene Erlebnisse oder eigene Recherchen.
  2. PROBLEME MIT LÖSUNG: Du hast etwas auf dem Herzen? Versuche Empathie herzustellen und zeige eigene Lösungswege auf. Wo ein Problem ist gibt es auch meist eine Lösung.
  3. ROTER FADEN: Du denkst Dein Thema ist eventuell etwas sinnfrei und ohne wirklichen roten Faden? Finde eine passende Analogie oder eine komische Situation, die das Thema in eine runde Sache verwandelt.
  4. UNWOHLSEIN BEIM SCHREIBEN: Du hast Angst über ein für Dich wichtiges Thema zu schreiben oder fühlst Dich beim Schreiben des Artikels unwohl? Lass es oder lass es zumindest eine Weile liegen. Dann bist Du noch nicht soweit das Thema aufzugreifen oder die Gedanken dazu müssen noch etwas reifen.
  5. EINSTIEG: Du findest ein supertolles Thema und bist mehr als motiviert einen Artikel zu verfassen aber findest keinen passenden Anfang? Schreibe es genau so. Absolute Ahnungslosigkeit wie Du mit dem Artikel zu Thema XY beginnen sollst ist besser als die gezwungen schön klingende Worte aus dem Allerwertestes zu ziehen, die sich dann genau so anhören als hättest Du sie daher.
  6. VIELE IDEEN: Du weißt vor lauter tollen Ideen oder Themen gar nicht mehr wo Dir der Kopf steht? Mach Dir eine Liste mit Deinen Ideen und schreibe darüber wie Dir danach ist.
  7. EINFACH SCHREIBEN: Dir geht es wie mir gerade und Du merkst dass Dein Artikel noch Zeit braucht um zu reifen, Du möchtest aber dennoch etwas schreiben, weil Du Lust dazu hast? Krame ein Thema aus Deinem übergroßen Topf mit Ideen und beginne einen Artikel darüber zu schreiben.

Sieben Tipps und ich bin noch lange nicht am Ende. Mal sehen wann der nächste Artikel zum Thema Bloggen einen Weg auf meinen Blog findet 🙂 Was noch alles wichtig sein könnte, findest Du bei diesen Tipps rund ums Bloggen.

Du hast Fragen oder möchtest generell etwas über das Bloggen wissen?
Schreibe mir – ich helfe gerne weiter!

Herzlichst ♥ Caro

Bloggen: Von dem perfekten Einstieg in einen Blogbeitrag, einer Angststörung und Shakshuka

Nicht selten denke ich nachdem ich einen Blogbeitrag veröffentlicht habe: Oh man, das wäre ein perfekter Einstieg in das Thema gewesen ODER Wenn ich doch nur so angefangen hätte. Hätte. Ein doofer Konjunktiv, der nur die Selbstkritik zum Vorschein bringt, die ich wohl ständig mit mir herum trage wie ein leidiges Accessoire, das zu meiner Jeans passt. Bei Blogartikel-Titeln ist es ähnlich. Ich schreibe aus dem Bauch raus und werfe dann scheinbar passende Fetzen oben drüber und im Nachhinein wären andere Fetzen viel geeigneter gewesen. Im Normalfall ärgert mich das nur kurz und ich sage mir: Das nächste Mal mache ich es besser. Beim Thema Angst bzw. Angststörung habe ich gefühlt Titel und Einstieg verkackt. Der Begriff Angststörung hätte mindestens im Titel auftauchen müssen und nach der Veröffentlichung ist mir eine Situation eingefallen, die damals unheimlich einschneidend war und ziemlich passend für den Anfang gewesen wäre:

Sie sitzt mit einer guten Freundin draußen bei einem Bäcker in der Innenstadt. Der Hunger in ihrer Magengrube lässt sie an die reich bestückte Theke fünf Meter entfernt denken. Sie sitzt da. Wie gelähmt. Die einzigen Worte, die sie in diesem Moment hervorbringt: Ich habe Angst mir eine Brezel zu kaufen. Was sie in diesem Moment noch nicht weiß ist, dass sie an einer Angststörung leidet.

Der andere Einstieg zum Thema Angst und Angststörung war auch gut und wurde genau auf diese Weise erlebt, aber die Situation beim Bäcker hätte diese Art der Störung wohl noch ein wenig besser getroffen, insbesondere weil diese Situation für normale Menschen nicht nachvollziehbar ist. Für mich heute auch nicht mehr. Damals vor gut drei Jahren war das mein Lebensalltag. Heute sieht er anders aus. Wie ich nun den Bogen zu Shakshuka schlage? Schwierig, aber ich versuche es mal mit einem guten Einstieg in einen Blogbeitrag 😉

Als ich zum ersten Mal von dem Gericht Shakshuka gehört habe, dachte ich: Waaaaas??? Wie heißt das? Ich konnte mir den Namen nicht behalten, aber sehr wohl die Zutaten und wie es zubereitet wird. Ein Phänomen bei mir was besonders Rezepte und Essen im Allgemeinen betrifft. Beim Zuhören hatte ich schon (wieder) Hunger und konnte es kaum erwarten das endlich selbst zu kochen (so als Alternative zum meinem Salat mittags oder als Frühstück am Wochenende). Bei dem Gericht handelt es sich um eine nordafrikanische und israelische Spezialität, die besonders in Kombination mit Fladenbrot himmlisch schmecken soll. Ich habe es dann auf meine Art gekocht und auch gegessen. Da ich momentan versuche weitestgehend auf Gluten zu verzichten, gab es mein Shakshuka ohne Brot und ohne Chilischoten (scharf ist nicht so meins) pur auf den Teller und es war trotzdem himmlisch.

Zutaten
1 rote Paprika
2 Tomaten
1/2 rote Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
etwas italienische Kräuter (TK)
Salz
Olivenöl
2 Eier

Zubereitung
Zwiebeln und Knoblauch auf kleiner Stufe in einer beschichteten Pfanne und mit Olivenöl andünsten. Paprika und Tomaten klein schneiden und mit noch mehr Olivenöl anbraten. Deckel drauf und auf kleiner Stufe anbraten. An dieser Stelle immer schauen, dass genügend Flüssigkeit in der Pfanne ist. Zur Not etwas Wasser oder noch mehr Olivenöl dazugeben. Nach 10-15 Minuten mit Kräutern und Salz würzen. Nochmal etwas ziehen lassen. Zum Schluss zwei Eier darüber geben (direkt über der Pfanne aufschlagen). Im Grunde wären es pochierte Eier. Bei mir war es ein Mix aus pochierten Eiern und Spiegelei. Die Pfanne kann, nachdem die Eier durch sind, auf ein Holzbrett direkt auf den Esstisch gestellt werden. Nach Belieben entweder pur oder mit Fladenbrot genießen. Beides ist superlecker!

PS: Der rote Faden zum Thema heute? Es gibt keinen erkennbaren, aber ich hatte keine Angst die Zutaten für das Shakshuka im Supermarkt einzukaufen 🙂

Leben & Alltag: Wie eine Seifenblase am Himmel…

Ich sitze am Tisch, im Hintergrund kommt ein wunderbar schnulziges Lied und ich frage mich ein Mal mehr warum ich blogge. Die einfache Antwort wäre „…weil ich es liebe“. Doch was genau liebe ich daran? Was sind die wunderschönen Momente und Augenblicke, die ich so sehr schätze, dass ich mich fern von Arbeit, Alltag & Co. noch an den Laptop verfrachte? Vielleicht das Gefühl genau in dem Moment befreit zu sein von genau all dem. Vielleicht weil ich es auf eine verdrehte und nicht nachvollziehbare Weise als ein Bestandteil meines Lebens und nicht als Arbeit sondern Freizeit betrachte. Vielleicht weil ich es wie eine große Seifenblase betrachte, die sich am Himmel befindet, durch die das Licht bricht und ich diesen Moment erlebe und seine Schönheit teile, weil ich im richtigen Moment auf den Auslöser gedrückt habe. Vielleicht ist es aber genau der eine Moment in dem ich anfange darüber zu schreiben.

Vielleicht.

Vielleicht ist es wie das Leben an und für sich, das wir hier und da in eine Blase hüllen möchten, die jegliche Farben offenbart und alles Schöne inne hat, das wir so sehr schätzen – ein Raum in dem alles möglich und nichts unmöglich erscheint. Vielleicht ist es ein Weg. Und da geht jeder seinen eigenen. Ab und an eben in einer großen Seifenblase am Himmel.

Und was passiert wenn sie platzt?

Dann bleiben Tropfen die ganz weich fallen und uns vielleicht einen noch besseren Blick ermöglichen, über die Seifenblase, Tropfen und den Himmel hinweg in das was wir außerdem noch sehen und genießen dürfen, was die Blase um wertvollen und inspirierenden Raum erweitert und sie schließlich Stück für Stück metaphorisch vergrößert. Wie schön doch Seifenblasen am Himmel (zum Fotografieren) sein können…

Was ist Deine Seifenblase?

Ein Interview zum Thema Blogs und Social Media | Kooperation mit Studenten der HTWK Leipzig

Natürlich habe ich mal wieder nicht geschafft meine Wohnung aufzuräumen – trotz des angekündigten Besuchs: Jakob, Jorrit und Robert von der HTWK im Studiengang Fernsehproduktion, die eine Interview-Übung zum Thema soziale Medien mit Kamera, Licht und Ton umsetzen sollen. Es klingelt an der Tür, die Wohnung ein reinstes Chaos und ich mittendrin. Die drei betreten die Wohnung, welche innerhalb von 20 Minuten in ein Set mit drei Lichtquellen, zwei Kameras und einem Mikrofon mit Aufnahmegerät umfunktioniert wird – mit nachjustieren, diskutieren und Konsens finden. Ich bin fasziniert und supernervös nehme ich nachdem alles steht auf dem Stuhl Platz und werde zu meinem Blog und das Thema Blogs allgemein bzw. Social Media befragt – nach gut drei Stunden ist alles im Kasten.

An alle da draußen: Es ist nicht leicht vor einer Kamera zu stehen. Nicht mal mit dem Wissen, dass das nicht viele Menschen zu sehen bekommen – bis jetzt auf jeden Fall 😉 Es war eine Situation, in der ich mich von allem loslösen musste (trotz einem Puls von 180), nicht zuletzt von dem Licht in meinem Gesicht und gleichzeitig war ich dennoch darauf bedacht wegen der Tonregelung nicht zu laut zu lachen (gerade für mich etwas schwierig 😀 ).
Alles in allem eine wunderbare Erfahrung und beim nächsten Interview bin ich sicher ein wenig lockerer. Außerdem gab es mir die Möglichkeit einen Einblick und einen kurzen Abriss im Bezug auf das Bloggen, auch in Verbindung mit Social Media, zu geben und das aus einer Frage, dem Moment und meiner ganz persönlichen Ansicht heraus (aus welchem auch ein Beitrag zum Thema Authentizität entstanden ist). Darüber hinaus war ich fasziniert auf wie viele Dinge bei einem Dreh geachtet werden muss und wie unterschiedliche Lichtquellen und Kameraeinstellungen wirken. Das Ergebnis der Jungs kann sich sehen lassen oder was meint ihr?

Wie stehst Du zu dem Thema Social Media – insbesondere zum Thema Blog und vielleicht auch dessen Zukunft?

Ich freue mich sehr auf Eure Kommentare 🙂
Herzliche Grüße an alle Blogger und an alle, die es werden möchten ♥ Caro

Kolumne: Let’s talk about… Authentizität

Nach einem guten Jahr Bloggen reflektiere ich ab und an meine bisherigen Artikel, denn am Anfang fiel mir das Schreiben alles andere als leicht. Ich hatte Schwierigkeiten beim Einstieg ins Thema oder hab mir bei den Sätzen drei Mal überlegt wie ich sie am Besten formuliere. Das hat sich mit der Zeit gelegt, weil ich mehr und mehr aus dem Bauch (bzw. dem Herzen) raus geschrieben habe – so wie mir gerade danach war und nicht wie es sich vielleicht gut anhören könnte. Eine Schreibschule, die ich umsonst bekommen habe und sich ausschließlich auf die Erfahrung, auf Zeit und jede menge Geduld mit mir selbst zurückführen lässt. Wie es sowit kam, dass ich beim erneuten Lesen eines älteren Artikels nicht mehr die Hände kopfschüttelnd vor den Kopf schlage liegt daran, dass ich mich von dem wie ich es vielleicht gerne gelesen hätte dahin entwickelt habe zu Schreiben wie es sich gut anfühlt. Mal auf die Fresse, mal emotional, mal kritisch, mal euphorisch, mal nachdenklich, mal philosophisch,… Wenn ich eines weiß seit ich blogge: Nicht jeder Tag ist gut, nicht alles ist perfekt und vollkommen, es ist mehr Sein als Schein – authentisch und nahbar.

Diese Erkenntnisse nehme ich zum Anlass um eine neuen Bereich zu eröffnen: Eine Kolumne, die all das einfängt was sich so ansammelt und Themen aufgreift, die nicht dem entsprechen was vielleicht erwartet wird, sondern das auf den Tisch packen was vielleicht keiner hören will oder die brennen, brodeln und beißen, nach dem Motto ‚Kein Blatt vor dem Mund‘ (wieso denn auch?).

Heutiges Thema: Authentizität. Was ist sie und was ist sie nicht? Synonyme zu dem Begriff sind: Echtheit, Glaubwürdigkeit, Sicherheit, Verlässlichkeit, Wahrheit, Zuverlässigkeit. Also stellt sich bei allem was uns umgibt die Frage: Wieviel Wahrheit steckt darin, wie echt und wie glaubwürdig ist etwas. In einer sozialen Welt, die gefühlt von Instagram, Facebook, Whatsapp & Co. dominiert wird und in der sich die meisten hinter einer schillernden Fassade von guten Gefühlen, tollen Erlebnissen oder auch peinlichen, aber unterhaltsamen Missgeschicken und Bildern verstecken, die einem Hochglanzmagazin entsprungen sein könnten (so fordert es Social Media nun mal), kommt die Frage auf: Ist das noch authentisch? Ist es authentisch, wenn ich für ein Bild zwei Stunden brauche bis es perfekt ist? Ist es authentisch wenn dieses Bild danach noch etwaigen Bildbearbeitungsprogrammen unterzogen wird? Ist es authentisch, wenn der Moment in dem der Auslöser gedrückt wird erst noch geschaffen werden muss? Im Grunde nicht und ich mache es zeitweise auch nicht anders, aber versuche dabei nicht gekünstelt, gestellt oder unrealitisch zu wirken, sondern trotzdem meinen persönlichen Stil oder meine Persönlichkeit mit einzubringen – sei es mit der Perspektive oder meiner Liebe für Makroaufnahmen und nicht zuletzt bei den Texten. Das fehlt vielen Bildern (und manchmal auch Texten) in meinen Augen (das Beitragsbild ist ein absolutes Positivbeispiel, weil es einfach so beim Shooting mit reingerutscht ist). Sicher habe ich mich von dieser geforderten Perfektion auch etwas anstecken lassen, aber bei manchen Bildern frage ich mich – echt jetzt? Du läufst ganz spontan mit einem perfekten Outfit und glänzenden Heliumluftballons über eine Blumenwiese? Krass! Das machen 999 andere Menschen auch. Ist das tatsächlich authentisch oder kommt es beim Publikum, den Lesern und Followern einfach nur gut an? Oder ist es gar ein Trend Situationen jedweder Natürlichkeit zu berauben? Wenn ihr darauf eine Antwort habt, freue ich mich sehr auf zahlreiche Kommentare 🙂

Herzlichst ♥ Caro

Foto: Hannah ♥ Träum Weiter

Über ungeschriebene Blogartikel und unfertige Handstulpen | Selbsterwartung

Gestern wollte ich in aller Ruhe einen Blogartikel schreiben – über nicht geschriebene Artikel, die ich aber noch schreiben wollte: Über nahrhafte Gerichte für die Mittagspause (ich wollte auch mal eine neue Kategorie dafür aufmachen), über Selbstoptimierung, über selbst gestrickte Handstulpen (den Artikel gibt es noch nicht mal, aber ich wollte darüber schreiben wie ich dazu kam und welche Schwierigkeiten ich mit den fünf Nadeln hatte). Und genau wie die Artikel bleiben auch mal andere Sachen einfach liegen. Eine Handstulpe habe ich gestrickt (daher stammt das Bild), die andere ist noch in den Anfängen. Ob ich sie diesen Winter noch tragen kann weiß ich nicht, aber das hat mir gezeigt, das Stricken komplexer sein kann als nur Masche um Masche abzuwerfen. Das alles und das Wissen, dass ich gestern schon den Artikel schreiben wollte, hat mich zu dem Thema Selbsterwartung geführt, die Erwartungshaltung, die ich an mich als Mensch habe. Also habe ich mal wieder gegoogelt (ausschließlich um eine schöne Definition von Selbsterwartung zu finden) und stieß auf Artikel über Selbstwirksamkeitserwartung, bei der es darum geht als Mensch „aufgrund eigener Kompetenzen gewünschte Handlungen erfolgreich selbst ausführen zu können“. Ein Mensch der eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung besitzt – so die Annahme -, kann „gezielt Einfluss auf die Dinge und die Welt nehmen (internaler locus-of-control, siehe Kontrollüberzeugung), statt äußere Umstände, andere Personen, Zufall, Glück und andere unkontrollierbare Faktoren als ursächlich anzusehen“. Der nächste Artikel zum Thema Selbsterwartung beschäftigt sich mit der Psychologie des Gewinnens und begegnet der Thematik Selbsterwartung mit einem leicht selbsttherapeutischen Ansatz, welcher in einer Anleitung zum positiven Denken – mit einigen Tipps – mündet. An dieser Stelle wünsche ich mir manchmal, weniger zu googeln und vorher besser mein eigenes Hirn anzuschmeißen, was ich nun trotz der überaus ausführlichen Definitionen versuche.

Selbsterwartung (eine persönliche Definition)
Das Thema Erwartungen hat mich schon letztes Jahr ein wenig begleitet. Als ich es dann gestern wieder nicht geschafft habe einen Blogartikel über angedachte Themen zu verfassen, wollte ich das heute machen, was mich zum Thema Selbsterwartung geführt hat, also die Erwartung, die ich an mich selbst habe. Hierbei gilt es zu hinterfragen: Was möchte ich erreichen? Wo liegen meine Ziele? Welche Ziele habe ich und welche Erwartung stelle ich dahingehend an mich selbst? Die Definition von Selbsterwartung kummuliert in Fragen, die man sich stellen kann, wenn das Thema Selbsterwartung aufkommt. Diese gilt es für sich selbst zu beantworten, ohne Definition, ohne Hilfestellung, ganz allein für sich – frei von Perfektion, frei von Anforderungen, die Du an Dich für gewöhnlich stellst, geradewegs aus dem Bauch raus – ehrlich und aus Deiner Mitte.

Um zu den unfertigen Artikeln und den unfertigen Handstulpen zurückzukommen: Ich selbst erwarte manchmal ein wenig zu viel von mir und möchte mehr in meinen Alltag unterbringen als es möglich ist (er hat nun mal nicht 48 Stunden, sondern nur 24), deshalb ist meine Erwartungshaltung an mich selbst eine Haltung, die weniger an Erwartungen und mehr an meine persönliche Entfaltung geknüpft ist. Damit entspricht das weniger einer Erwartungshaltung als mehr einer wohlwollenden Achtsamkeit, mit der ich mir jeden Tag begegne, mir den Raum und die Zeit gebe, welche ich brauche, um nicht zuletzt doch wieder die angestrickte Handstulpe in die Hand zu nehmen, weil es sich mit zwei weniger friert als mit einer bei minus 3 Grad, auch im nächsten Winter 😉

Erwartest Du auch manchmal zu viel von Dir? Wie gehst Du damit um?

Zweimaleins für Blogger: Ratschläger und eine kritische Betrachtung der Bloggerwelt

Mein Kopf ist schon fast im Neuen Jahr. Fast. Und das mit Grundüberlegungen zum Zauber des 1. Januar, der anscheinend so viele Möglichkeiten von Veränderungen birgt wie kein anderes Datum im Jahr. Und warum hat das der 23. März oder der 19. August nicht? Dazu in einem späteren Artikel, denn im Moment, vielleicht auch weil ich bald schon über ein Jahr intensiv und mit einer sich immer wieder neu entwickelnden Richtung und eigenen Impulsen und einigen anderen Musen am Rande blogge: Ein kleines Blogger-Zweimaleins (Warum nicht einmaleins? Das kann jeder!).

  1. WENN DU BLOGGEN MÖCHTEST, BLOGGE! Lese gerne Artikel über Blogs oder das Bloggen (wie diesen hier), aber ignoriere, dass Dein Blog ein Statement haben muss oder Du damit eine Meinung oder eine Richtung vermitteln musst. Höre auf Dich: Wenn Du über etwas bloggen möchtest, dann mach es und scheiß drauf was (für Dich) die Blogger-Norm erfüllen sollte! Du brauchst keinen Grund zum Bloggen, sondern nur das Bedürfnis Dich in dieser Art und Weise entfalten zu wollen. Tu es, wenn Du es fühlst.
  2. EIN BLOG KOMMT VON HERZEN! Ein Blog sollte von Herzen kommen und kein finanzielles Ziel verfolgen (Instagram ist in der Hinsicht das beste Beispiel – sieh diesen Kanal vielleicht eher als ein ‚hinter den Kulissen‘, ein Mehr zu Dir als Mensch als eine Medium für Produktplatzierungen) – Du bloggst nicht für Unternehmen oder Produkte, sondern für Dich! Darunter kann auch mal ein Produkt fallen (im besten Fall unbezahlt, wenn sich eine Bezahlung ergibt und Du zu dem Produkt stehst ist das vollkommen in Ordnung), aber das aus einer Überzeugung heraus. Ansonsten wäre Dein Blog nur Werbung und wo bist Du auf Deinem Blog?
  3. DU BLOGGST FÜR DICH, NICHT FÜR ANDERE! Letzter Punkt führt mich auch zu diesem Punkt: Du bloggst für Dich und nicht für andere! Schön wenn Du überlegst was Deine Lesern (oder Unternehmen) hören möchten, aber dann ist das worüber Du bloggst nicht mehr authentisch, sondern fremdbestimmt. Das ist nicht Sinn der Sache des Bloggens.
  4. SEI UND BLEIB AUTHENTISCH! Egal was von außen kommt, höre auf Dich und Dein Bauchgefühl. Wenn Dir danach ist über Socken zu bloggen, mach es. Wenn Du Analogien toll findest, bringe sie in Deinen Blogartikel mit ein. Wenn Du nähen, Literatur oder Sarkasmus für Dich entdeckst, zeige es! Hauptsache Du bist in Deinem Schreiben und Deiner Art des Bloggens authentisch und die Leser (die es durchaus geben kann) erkennen Dich in Deinen Blogartikeln wieder.
  5. LASS DIE BLOGENTWICKLUNG ZU! Ein Blog ist nie von Anfang an perfekt oder vollkommen. Er ist mehr. Er beschreibt eine Entwicklung, die Du gerne zulassen darfst und auch sollst. Entwickle Dich mit Deinem Blog, entdecke Neues und teile es mit. Lass zu, dass sich Dein Blog von Deinem perfekten Frühstück zu Gedanken zum Thema Selbstoptimierung oder anderen Experimenten entwickeln kann. Niemand (außer vielleicht Du selbst) schreibt Dir vor was Du in Deinem Blog schreibst, teilst und anderen (im besten Fall) mitgibst.
  6. FÜHL DICH FREI! Ein Blog ist nichts Statisches, sondern etwas sehr Dynamisches. Ein Grundpfeiler des Blogs bist Du als Mensch, mehr ist nicht in Stein gemeiselt und selbst Du vielleicht nicht. Entfalte Dich wie es Dir beliebt und folge Deinem Gefühl.
  7. SIEH ES ALS HOBBY – NIE ALS PFLICHT! Bloggen sollte ein schönes Hobby sein und keine Pflicht, die Du in Deinem Alltag irgendwie unterbringen musst. Gestern sollte ein Blogbeitrag bei mir erscheinen (ich versuche regelmäßig zu bloggen – jeden Donnerstag und Sonntag), dem war nicht so und das ist in Ordnung. Es sollte nie ein Zwang oder eine Pflicht hinter dem Bloggen stehen, sondern das eigene Bedürfnis etwas mitteilen zu wollen. Das kann auch donnerstags und sonntags sein, aber der Tag ist nur eine Orientierung und keine Deadline, denn das Hobby sollte Freude bringen und einen nicht unter (Zeit)Druck setzen.

Herzlichst und mit einem großen Bloggerherz ♥ Caro

Bloggen zwischen Kaffee, Zeitung und Wartezeit | 101 Beiträge

Zwischen zwei Flügen sitze ich am Frankfurter Flughafen. Ankunft ca. 7.15 Uhr, die Wartezeit bis zum Anschlussflug beträgt drei Stunden. Mit wenig Schlaf und einem kleinen Kaffee mit Sojamilch, setze ich mich auf die Stühle vor dem A36 Gate und sofort schießt es mir in den Kopf: Darüber könnte ich einen Blogartikel schreiben. Dieser könnte in die Richtung gehen wie ich es schon bei Zugfahrten beschrieben habe: ein mal über die Gelegenheit den Zug zum Wohnzimmer zu machen und ein anderes Mal über Zug fahren an und für sich. Der Artikel könnte die Hektik aufgreifen, die an Flughäfen herrscht, das Gedränge bei den Sicherheitskontrollen und von überteuerten Kaffees und Snacks erzählen, die sich die Fluggäste dennoch kaufen (weil sie es möchten – jetzt und nicht erst in zwei Stunden!), obwohl sie genau wissen, dass sie nahezu den dreifachen Preis dafür bezahlen. Die kulturelle Vielfalt und die Internationalität, die sich sowohl in den gesprochenen Sprachen, als auch in der Kleidung und der Attitude der Pendler, Reisenden und Geschäftsmenschen wiederspiegelt, könnte in meine Beobachtungen am Flughafen mit einfließen. Ein philosophischer Blick auf die Vergänglichkeit des Augenblicks, die Raum und Zeit mit sich bringen und der Betrachtung des Hier und Jetzt, die Ruhe, die Wartezeit inne hat und in nicht einmal mehr zwei Stunden bis zum Boarding, würde ich zu dem Schluss kommen, dass Zeit doch nur eine Zahl ist, sie vergeht und wir nichts dagegen unternehmen können und mit der Betrachtung ihrer Kostbarkeit jeder Moment, den wir erleben, eine Bedeutung zukommt, die wir wie den überteuerten Kaffee am Flughafen bewusst wahrnehmen und genießen. So oder so ähnlich könnte der Artikel aussehen, den ich schreibe. Könnte. Als ich den Blog öffne um mit dem Schreiben anzufangen, sehe ich, dass es schon einhundert Artikel sind, die ich seit Januar verfasst habe und fange an darüber nachzudenken, wie viel Zeit, Mühe und Energie ich wohl schon in den Blog gesteckt habe, wie viel ich davon (oder sogar noch mehr) zurück bekommen habe und werde mir der Tatsache bewusst, dass ich lange gebraucht habe, um zu verstehen, dass es beim Bloggen Dinge gibt, die ich nicht planen kann. Vor fünf Tagen saß ich am Flughafen und hätte gerne den Artikel (den Du jetzt liest) geschrieben, damit ich ihn Donnerstag publizieren kann. Das Leben, das Business und am Ende auch ich selbst, haben verhindert, dass ein Artikel mit drei Zeilen in meinem Blog landet. Fünf Tage später sitze ich gemütlich an einer der Lade-/Business-/Laptop-Stationen am Flughafen in Barcelona und nehme mir die Zeit, den Artikel fertig zu schreiben. Mal wieder wird er etwas anders als ich ihn mir vorgestellt habe, mal wieder fließen die Worte wie ein rauschender Gebirgsbach über die Tasten in den Entwurf, mal wieder habe ich das Gefühl, dass mir ohne das Bloggen tatsächlich etwas fehlen würde. Und während ich so darüber nachdenke, dass es mit eine der besten Entscheidungen im letzten Jahr war, wünsche ich mir einen überteuerten Kaffee, den ich genießen möchte, während ich den Beitrag publiziere, verbreite und dabei angenehm zufrieden feststellen kann, dass ich auch mal eine Woche vertrage, in der eben nur ein Blogbeitrag erscheint.

Frühstück: Ein einfaches Brötchen vor der Linse

Es war an einem Sonntag. Der Blick in den Kühlschrank sagt mir, dass ich noch mal hätte einkaufen gehen müssen, um mir ein vielseitiges und leckeres Frühstück zuzubereiten. Genügsam greife ich nach den Eiern und dem Käse, der Weg zum Bäcker ist nicht weit. Ich improvisiere und koche weiche Eier ab (fünfeinhalb Minuten in kochendem Wasser), stelle den Ofen an und stelle den Käse bereit. Die Eier sind fertig und ich schneide Scheibe für Scheibe auf die Brötchenhälften, Käse drüber und in den Ofen (5 Minuten bei 200°C). Fertig. Nach dem ersten Bissen wandert mein Blick zur Kamera. Spontan schießt es mir in den Kopf: Das möchte ich fotografieren, auf meinem Lieblingsstuhl. So wird mein Frühstück zum Model und ich genieße die Ruhe, wie jedes Mal, wenn ich meine Kamera in der Hand habe. Ich vergesse den leeren Kühlschrank, begnüge mich mit dem Bissen Brötchen im Mund und fotografiere. Ohne Schnick-Schnack, ohne Deko, ungestellt. Als ich mit dem Fotografieren fertig bin, gehe ich mit dem Teller zurück in mein Bett, kuschel mich ein und genieße das restliche und äußerst leckere Brötchen. Wie aus einer Not heraus ein Blogbeitrag werden kann, finde ich immer wieder wunderbar und am Ende hatte ich schließlich viel mehr davon als nur ein Frühstück.

Zutaten

zwei weich gekochte Eier
geriebener Käse
ein Brötchen

Randnotiz
Denn Beitrag wollte ich ursprünglich schon eine Woche eher schreiben, doch leider hat es mich mit einer fetten Erkältung erwischt, die nun langsam abklingt. Zudem habe ich zu meinem Job noch einen Nebenjob angefangen und bin zeitlich etwas mehr eingespannt. Zeit ist kostbar und die Einteilung davon eine Kunst für sich. Trotzdem nehme ich mir liebend gerne die Zeit, um meinen Blog mit Beiträgen, Bildern, Gedanken und Inspiration zu füllen, denn das soll der Blog für mich nach wie vor sein: Ein Ort der Ruhe, der Entfaltung und ein Ort für Leser, die sich gerne etwas aus meinen Worten und Gedanken mitnehmen.

Herzlichst und einen guten Appetit ♥ Caro

Was ist heutzutage (noch) umsonst? | Kleiner Blogeinblick für Nicht-Blogger

Letzt hat ein Kollege mit mir über meinen Blog geredet. Ich hatte am Abend zuvor eine 20er Jahre Varieté-Show besucht und er meinte, ich könne doch darüber schreiben oder eben allgemein was bei mir so am Tag passiert. Könnte ich, mache ich aber eher selten und wenn dann spontan und ungeplant. Warum? Weil ich Bloggerin bin und niemand der seinen Terminkalender mit Notizen online stellt. Ich finde es zwar schön, wenn andere Menschen eine Meinung zu meinem Blog oder dem Bloggen haben, aber man merkt genau an solchen Aussagen, dass sie im Grunde von der Materie nicht wirklich viel verstehen bzw. nicht verstehen, dass man nicht bloggt, um das zu schreiben was andere gut finden, gerne lesen würden oder Vorschläge umsetzt nur weil jemand gesagt hat, man könne doch über dies oder jenes schreiben, sondern um das zu schreiben, was einem selbst gefällt und wie es eben beim Bloggen ist, spontan schreibt was einem in den Sinn kommt oder über Themen, die einen bewegen. (An die Blogger: Wie seht ihr das???)

Und nun zum Thema: Was ist heute (noch) umsonst? Da dieser Blogartikel schon von Anfang an anders angefangen hat als üblich, nämlich mit einem komplett anderen Thema und Bloggen dabei auch eine Rolle gespielt hat, schreibe ich nebenbei auch ein wenig darüber, um vielleicht Nicht-Blogger insgesamt besser abzuholen.

Zunächst: Wie bin ich auf das heutige Thema gekommen?

Da ich von Natur aus ein Mensch bin, der gerne lächelt, habe ich damit jemandem die Frage ‚Warum lächelst Du?‘ entlockt mit der Antwort ‚So eben. Es kostet ja nichts.‘. Das hat mich wiederum zu der Frage gebracht, die ich mir im Titel stelle: Was ist heute (noch) umsonst? Und das beantwortet wiederum die Frage wie ein Blogartikel entstehen kann. Er kann aus einer simplen Situation, einem kurzen Moment heraus entstehen. Dieser Moment ist umsonst. Werbegeschenke sind umsonst. Ein Lächeln ist umsonst. Herzlichkeit ist umsonst. Jemandem die Tür aufhalten ist umsonst. Freundliche Worte sind umsonst. Trotz dass es Sachen gibt, die umsonst sind, ist heutzutage fast nichts mehr umsonst und dennoch geben wir lieber Geld aus, um Dinge zu besitzen als in unsere Mundwinkel Kraft zu investieren und anderen damit eine Freude zu bereiten oder sie ebenfalls zum Lächeln zu bringen oder jemandem zu sagen, dass er heute besonders schick angezogen ist oder sich mit seiner aktuellen Projektarbeit sehr positiv hervor hebt? Wenn so vieles schon Geld kostet, wieso nicht mehr in die kostenfreien Dinge investieren? Und so wie ich es gerne mache, einfach mal lächeln 🙂
Dieser Artikel sollte eine Randnotiz werden, ein kurzer, aber wie ich finde wichtiger Gedankengang, weil ich oft das Gefühl habe, dass jeder unheimlich mit sich selbst beschäftigt ist, Menschen generell zu viel Mist kaufen, den sie nicht brauchen und ich mich oft frage, warum die Menschen manchmal nicht etwas herzlicher miteinander umgehen. Ist es denn wirklich so schwer mal jemandem eine Umarmung zu geben? Ist es wirklich so schwer liebe Worte zu formulieren und diese aufrichtig an jemanden zu richten? Ist es wirklich so schwer seine miese Laune beiseite zu schieben (andere können dafür nun wirklich nichts) und einfach zu lächeln (das hebt die Laune nämlich automatisch)? Anscheinend manchmal schon. Ich bin auch nicht perfekt und ständig gut drauf, aber wenn ich eines hoffentlich niemals ablegen werde ist das mein Lächeln, denn es gibt mir am Ende mehr zurück als ich investiert habe. Nach dieser gedanklichen Wendung, die sich spontan ergeben hat, könnte nun auch der Titel des Beitrags anders heißen, z.B. ‚Warum es sich lohnt zu lächeln‘.

In diesem Sinne und mit einem Lächeln ♥ Caro

Selbstreflektion: 7 Fakten über mich

Seit ich angefangen habe zu bloggen bin ich noch ein Stückchen selbstreflektierter geworden. Ich stelle mich öfter in Frage, mich metaphorisch vor den Spiegel und merke zudem wie mich die Selbstkritik fast täglich begleitet, justiere nach, arbeite an mir und fühle mich damit gut bis zufrieden und großartig. Diesen Blog gibt es nun über ein dreiviertel Jahr und ich habe schon oft von diesen Beiträgen mit Fakten gehört und auch mal welche davon gelesen. Also warum sollte ich es nicht auch wagen und mal für Euch ein paar Fakten über mich festhalten?

Fakt 1: Chaotische Perfektionistin

Ich bin von Herzen Perfektionistin und gleichzeitig ziemlich chaotisch. Diese beiden Eigenschaften ergänzen sich dennoch perfekt, was mich immer wieder fasziniert. Ich kann überall Kram herumliegen haben, aber wenn ich an einem Projekt arbeite, möchte ich es ins kleinste Detail perfekt umsetzen.

Fakt 2: Auto fahren

Ich liebe es Auto zu fahren, habe aber kein eigenes. Wenn ich auf vier Rädern unterwegs bin fühle ich mich sehr flexibel und frei. Da ich in einer Stadt lebe, in der man nicht zwingend ein Auto benötigt, verzichte ich der Umwelt zuliebe darauf und fahre Fahrrad, Straßenbahn und Zug.

Fakt 3: Barfuß

Ich laufe gerne barfuß. Ob in der Wohnung oder im Sommer im Wald oder am See, ich mag das Gefühle wenn meine Fußsohlen den Boden berühren. Das hat etwas grundnatürliches und ich fühle mich etwas freier.

Fakt 4: Kochen & Co.

Hätte vor zehn Jahren jemand gesagt ich würde mal gerne in der Küche stehen und kochen, hätte ich lauthals gelacht. Mittlerweile liebe ich es zu kochen, zu backen oder auch Waschmittel selbst herzustellen.

Fakt 5: Minimalismus

Ich bin Minimalistin. Vielleicht eher nach eigener oder ausgeweiteter Definition, aber ich brauche nicht viel zum leben und wäge bewusst ab mit was ich meine Wohnung oder mein Leben beschwere, um mich trotzdem leichter zu fühlen.

Fakt 6: Grün

Die Farbe Grün. Ich habe viele Farben, die ich schön finde, verliebt bin ich nur in die Farbe Grün. Hier und da schleicht sie sich in meinen Kleiderschrank, wenn ich in der Natur bin, könnte ich nicht glücklicher sein und ich habe grüne Augen.

Fakt 7: Kreativität

Ich bin leidenschaftlich gerne kreativ. Wenn ich drei Eigenschaften von mir aufzählen müsste und sagen müsste, welche am meisten wiegt, wäre das meine Kreativität. In meinem Kopf ist immer irgendwas los und ich liebe das!

Welche drei Fakten fallen Dir spontan zu Dir selbst ein?

Foto: Hannah von Träum Weiter